RSV-Impfung bei <60-Jährigen mit Grunderkrankung?

Wie können Patienten < 60 Jahren mit impfrelevanter Grunderkrankung (z. B. Asplenie) vor RSV geschützt werden?

1 Min.
29. Oktober 2025

Patient*innen unter 60 Jahren mit einer Grunderkrankung wie Asplenie können nach individueller ärztlicher Risikoabwägung vor einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) geschützt werden – auch wenn die generelle STIKO-Empfehlung eine Impfung erst ab 60 Jahren vorsieht.1,2

Laut aktueller STIKO-Empfehlung ist die RSV-Impfung vorgesehen für: 1,2

  • Alle Personen ab 75 Jahren
  • Personen ab 60 Jahren mit schweren Grunderkrankungen (z. B. Hämato-onkologische Erkrankungen, angeborener oder erworbener Immundefizienz, chronische Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen)

 

Für Personen unter 60 Jahren mit erhöhtem Infektionsrisiko besteht derzeit keine generelle STIKO-Empfehlung. Eine individuelle Impfentscheidung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt ist jedoch möglich.

Die in Deutschland verfügbaren RSV-Impfstoffe sind gemäß Fachinformation für Personen ab 18 bzw. 50 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine RSV-Erkrankung zugelassen (je nach Impfstoff – Details siehe Fachinformation).3

Daher kann die RSV-Impfung nach individueller ärztlicher Beratung auch bei Erwachsenen unter 60 Jahren mit deutlich eingeschränkter Immunabwehr empfohlen werden. Wichtig: Bei fehlender STIKO-Empfehlung ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht garantiert. Es empfiehlt sich daher, die Kostenübernahme vor der Impfung bei der jeweiligen Krankenkasse zu beantragen.

Referenzen

1. Epid Bull 2025;4:1- 75 | DOI 10.25646/12971.5 

2. Epid Bull 2025;15:3-15 | DOI 10.25646/13094

3. Fachinformation RSV-Impfstoffe Arexvy, Abrysvo, mResvia

Erwachsene
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