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„Wer benötigt was?“ Zielgruppen-orientiertes Impfen von Risikopatienten 

Mai 2021

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Risikopatienten benötigen besonderen Impfschutz.

Auf einen Blick

Gerade zu Zeiten von Corona sollte die Grundimmunisierung mit allen STIKO-empfohlenen Impfungen im 1. und 2. Lebensjahr zeitgerecht begonnen werden (ab 8 Wochen) und möglichst rechtzeitig (mit 15 Monaten) beendet werden. Bei Personen ab 60 Jahren sollte an die altersbedingten Impfempfehlungen gedacht werden. Besonders wichtig ist der Impfschutz auch bei Immunsupprimierten oder Personen mit anderen gesundheitlichen Risikofaktoren1 sowie ein gut etabliertes Impfmanagement in der Praxis.3 

Impfen während COVID-19: Welche Impfungen sind jetzt besonders wichtig und für wen?

  • Generell können alle von der STIKO empfohlenen Impfungen weiterhin altersentsprechend durchgeführt werden.1 
  • Zu planbaren Impfungen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden (Notfallimpfungen ausgenommen).2 
  • Jeder Patientenkontakt sollte zur Prüfung des Impfstatus genutzen und versäumte Impfungen nachgeholt werden.1 
  • Grundimmunisierungen im Säuglingsalter mit dem 6-fach- und dem Pneumokokken-Impfstoff sowie die erste MMR(V)-Impfung sollten weiterhin mit hoher Priorität durchgeführt werden.
  • Bei Personen im Alter ab 60 Jahren sollte an den Schutz vor Pneumokokken, Herpes zoster und die jährliche Influenza-Impfung gedacht werden. Für Immunsupprimierte und Personen mit schweren Grunderkrankungen gilt die Herpes zoster-Indikationsimpfung ab 50 Jahren.1  

Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung:2

  • Impfserie: Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Eine begonnene Grundimmunisierung muss mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden. Ausnahme: Astra Zeneca (Personen < 60 Jahre) 
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die generelle Impfung in der Schwangerschaft wird derzeit nicht empfohlen. Die STIKO hält es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. 
  • Impfung nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion: Es besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer COVID-19-Impfung, das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder (unerkannt) durchgemachten Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Personen, die eine labordiagnostisch gesicherte Infektion durchlebt haben, sollten frühestens 6 Monate nach der Infektion und nur mit 1 Dosis geimpft werden. 
  • Impfung und SARS-CoV-2-Infektion: Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion auf, sollte die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis ebenfalls frühestens 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erwogen werden. 
  • Transmission nach Impfung: Auf derzeitiger Datengrundlage ist bislang eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit der Impfstoffe hinsichtlich der Verhinderung der Transmission nicht möglich. Allerdings kann eine Verminderung der Virusausscheidung bei nach Impfung Infizierten als gesichert angesehen werden. Trotzdem müssen auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen weiterhin eingehalten werden.

Impfmanagement in der Arztpraxis:3

  • Aufgaben des Praxispersonals
  • Impfstoffvorbereitung Injektion
  • Patientenkontakte Einladungssysteme
  • Organisatorische Aufgaben
  • Lagerung der Impfstoffe

Impfberatung: persönliche Ansprache von

  • Gesunden und chronisch Kranken 
  • schwangeren Personen 
  • Schulanfängern, Jugendlichen, Patienten 50+ 
  • Berufstätigen 
  • Reisenden 
  • Kontaktpersonen von Neugeborenen

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NP-DE-VX-WCNT-210045, Mai21

Referenzen

1. Epid. Bull. 18/2020. 2. Epid. Bull. 12/2021. 3. Epid. Bull. 34/2020.